/

                            

 


Unser blauer Planet, unser Habitat. Es gibt ihn nur einmal für uns (bis jetzt) wir sollten ihn schützen und pflegen den all unsere Träume und Gedanken existieren nur hier, sonst nirgendwo in der endlosen Dunkelheit des galaktischen Raum. Aber es gibt Inseln die beleuchtet sind von mehr oder weniger großen Sonnen, um die sich Planeten drehen wie unsere blaue Murmel. Das ist es, was die Erkenntnis stetig mehrt - Wir sind nicht allein -. Diese Webseite befasst sich mit der Möglichkeit der Existenz von außerirdischen Intelligenzen bzw. außerirdischen Zivilisationen. Am 6. Oktober 1995 gaben die Schweizer Astronomen Michael Mayor und Didier Queloz die Entdeckung des ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems bekannt, Mittlerweile sind tausende wissenschaftlich fundiert bestätigt worden und das in einer winzigen Region der Milchstraße. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gibt es Millionen von terrestrischen Planeten in unserer Heimatgalaxie und im gesamten Universum gibt es weitere Milliarden Galaxien. Immer mehr Wissenschaftler und Astronomen sind davon überzeugt das außerirdisches Leben überall im Universum entstanden ist. Aminosäuren und DNA konnten bisher nicht nur auf der Erde, sondern bereits auch auf KometenMeteoriten und sogar in Gaswolken im interstellaren Raum nachgewiesen werden. Aminosäuren sind die Grundbausteine für die Entstehung von organischen Molekül Verbindungen. Es ist ein erstaunlicher Wandel in der Denkweise eingetreten selbst Astrobiologen die vor nicht all zu langer Zeit skeptisch waren haben ihre Sicht der Dinge grundlegend geändert, ein neues Zeitalter ist angebrochen. In den tiefen des interstellaren Raum warten unzählige belebte Welten darauf von uns entdeckt zu werden. Sauerstoff ist der primäre Brennstoff des Lebens, in der irdischen Atmosphäre ist Sauerstoff schon seit 3 Milliarden Jahren vorhanden. Aktuell ist die Astrospektroskopie Technik "noch" nicht so weit ausgereift um die Atmosphären von weit entfernten Exoplaneten präzise zu untersuchen, in naher Zukunft wird sich das ändern. Wenn die ersten terrestrischen Exoplaneten mit Sauerstoff und Chlorophyll in der Atmosphäre bestätigt werden wird sich die Sichtweise von uns Menschen über Leben im Universum grundlegend ändern. Ein wesentliches Hindernis bei der Erforschung des interstellaren Raum sind die unvorstellbar großen Entfernungen zwischen den Sternen, mit chemischen Antriebsverfahren wird es nicht gelingen diese Distanzen zu überbrücken. Eines der schnellsten von Menschenhand entwickelten Raumfahrzeugen, die Raumsonde - VOYAGER 1 - ist mit einer Geschwindigkeit von ca. 17 km/sec. im Raum unterwegs und wird erst in ca. 40.000 Jahren den nächsten Stern Gliese 445 erreichen, er trägt die Bezeichnung AC+793888. Hochentwickelte außerirdische Zivilisationen müssen einen Weg gefunden haben das Raum - Zeit - Kontinuum zu verlassen. Bei vielen Berichten von den sogenannten UFO Sichtungen fällt auf das die Objekte plötzlich aus dem nichts auftauchen und wieder verschwinden, das könnte ein Hinweis sein das sie in der Lage sind das Raum-Zeit-Gefüge zu manipulieren. Allerdings sind das nur theoretische Überlegungen, den es gibt bis Heute keinen wissenschaftlichen Nachweis das UFO's tatsächlich existieren.   

ESA Raketenstarts... Quelle ESA
ESA Arianespace...


ISS
Ein Klick auf das Foto zeigt die aktuelle Position der Internationalen Raumstation ISS !

 

ISS
Die Internationale Raumstation Live Webcam

 

Picture of The Week

Wächter des galaktischen Herzens

Mo 29 Mai 2017 06:00:00 CEST

ALMA erkundet Formalhauts Staubscheibe

Mo 22 Mai 2017 06:00:00 CEST

Babystern verputzt staubigen Hamburger

Mo 15 Mai 2017 06:00:00 CEST

Grün und blau

Mo 08 Mai 2017 06:00:00 CEST

Eine Reise zum Mars

Mo 01 Mai 2017 06:00:00 CEST

Kosmisches Feuerwerk über dem Paranal

Mo 24 Apr 2017 06:00:00 CEST

Großer Kalter Fleck auf Jupiter entdeckt

Mo 17 Apr 2017 06:00:00 CEST

In Reichweite

Mo 10 Apr 2017 06:00:00 CEST

Frühjahrsputz in einem jungen Sternsystem

Mo 03 Apr 2017 06:00:00 CEST

Hoch hinaus

Mo 27 Mär 2017 06:00:00 CEST


Gibt es auf anderen Planeten auch Lebewesen ?

 

Das ist eine der spannendsten Fragen, mit denen sich die Naturwissenschaft seit Jahrzehnten beschäftigt. Ihr wisst ja, dass bis heute noch keine außerirdische Lebensform entdeckt oder nachgewiesen wurde. Deshalb ist die Antwort: Wir wissen es nicht.
Es gibt aber eine ganze Menge dazu zu sagen, und in den letzten Jahren wurden immer mehr Hinweise auf mögliches außerirdisches Leben entdeckt.Wenn man alles in Betracht zieht, was wir über den Aufbau des Weltalls, die Häufigkeit und Beschaffenheit von Exoplaneten (außerhalb unseres Sonnensystems) sowie die Voraussetzungen für organisches Leben wissen, gibt es aus wissenschaftlicher Sicht so gut wie keinen Zweifel, dass sogar an vielen Orten im Universum Leben existiert. Die meisten Experten würden jede Wette abschließen, dass es Leben auf anderen Planeten gibt. Meine persönliche Einschätzung ist, dass die Anzahl bewohnter Planeten im Kosmos mindestens einige tausend beträgt. Ein paar Daten: Es gibt alleine in unserer Galaxis (Milchstraße) Milliarden von Sternen, von denen die meisten Planeten besitzen. Nach neueren Erkenntnissen gibt es zudem mindestens hundert Milliarden (!) andere Galaxien, von denen jede ebenfalls aus Milliarden von Sternen (und Planeten) besteht. Mit den neuesten Weltraumteleskopen wurden bereits viele erdähnliche Planeten entdeckt, von denen überraschend viele in der sogenannten habitablen (bewohnbaren) Zone um ihren Heimatstern kreisen.Schon vor mehr als 50 Jahren hat ein Astrophysiker die berühmte Drake-Gleichung vorgestellt, mit der man ganz gut abschätzen kann, wie viele außerirdische Zivilisationen es alleine in unserer Galaxis gibt. Im Prinzip rechnet man die Wahrscheinlichkeit aus, mit der ein beliebiger Planet lebensfreundliche Bedingungen aufweist, und multipliziert sie mit der Anzahl der Planeten. Das Ergebnis hängt natürlich stark davon ab, welche Annahmen man dabei verwendet. Nach diesen Berechnungen ergibt sich auch nach heutigen Erkenntnissen eine klare Tendenz: Sehr wahrscheinlich gibt es außerirdisches Leben!Auf unserem Nachbarplaneten Mars könnte früher einmal Leben entstanden sein, allerdings wohl nur in primitiver Form. Weitere Kandidaten für Lebensformen sind der Jupitermond Europa und der Saturnmond Titan – dort könnten zumindest unter der Oberfläche wenigstens einzellige Organismen entstanden sein.     

 

Steinzeit
Die Altsteinzeit endete mit dem Übergang vom Pleistozän zum Holozän vor etwa 12.000 Jahren.

Sind wir allein im Universum ?

 

Der Astronom macht ein Gedankenexperiment: "Stellen wir uns vor, dass es 70 Millionen Lichtjahre entfernt einen Planeten gibt, auf dem hochentwickelte Wesen durch ein Super-Teleskop auf die Erde blicken. Was würden sie sehen?" Laie: "Die Erde." Astronom: "Er würde sogar durch die Atmosphäre blicken: Was würde er sehen?" Laie: "Dich und mich." As-tronom: "Falsch, er würde Dinosaurier sehen." Laie: "Dinosaurier?" Astronom: "Ja, Dinos! Die sind hier vor 65 Millionen Jahren ausgestorben." Laie: "Das ist ja verrückt." Astronom: "Weil die Entfernungen so irre lang sind, können wir von den Anderen und die Anderen von uns immer nur das Vergangene sehen oder hören. Wenn unsere Sonne auf einen Schlag erlischt, erfahren wir das auch erst acht Minuten später." Laie: "Ihr Astronomen seid eigentlich Archäologen!"

 

Das Gedankenspiel zeigt: Je näher eine intelligente Zivilisation an der Erde liegt, desto größer ist die Chance zum Dialog - dass Vertreter der fragenden Generation eine Antwort der Anderen noch erleben. Unsere Neugierde würde sich in vielen Fragen entladen: Wie lange gibt es euch schon, euren Planeten, eure Sonne? Könnt ihr fast so schnell wie das Licht reisen? Oder kämpft ihr noch mit Pfeil und Bogen? Wie vermehrt ihr Euch? Besteht ihr auch aus Kohlenstoff? Aus naheliegenden Gründen: Wie gewinnt ihr eure Energie? Und wenn wir wüssten, dass es die Anderen gibt, sie aber nicht antworten: Warum schweigt ihr?
Die Geschichte des Wissens über die Stellung des Menschen im Kosmos ist eine der großen Ernüchterung und zugleich eine des Staunens. Zunächst dachte der Mensch über Jahrhunderte, die Erde stehe im Mittelpunkt von allem und Sterne seien funkelndes Beiwerk oder der Sitz von Göttern. Tatsächlich dreht die Erde sich um die Sonne. Dann die Erkenntnis, dass unser Sonnensystem Teil einer Galaxie ist, und wir dort auch nur am Rande leben. Erst Jahrhunderte später erkennen wir, dass es sich um eine Fünf-Sterne-Wohnlage handelt, die uns vor Gammablitzen und allerlei anderen Unbilden aus Supernovae-Explosionen verschont.
Aber unsere Milchstraße ist doch die einzige Galaxie? Auch das nicht. Nachdem Weltraum-Teleskope tiefer denn je ins All blicken, steht fest: Es existieren Milliarden Galaxien mit jeweils Milliarden Sonnen. Erschrocken von so viel Raum, Beliebigkeit und Verlorenheit fragt sich der Mensch: Wo sind unsere Brüder und Schwestern? Oder ist die Erde der einzige Ort, wo das Universum über sich selbst nachdenkt?

Credit: Wolfgang Wiedlich

"Überall ist Leben"

Leben aller Art scheint allgemein verbreitet zu sein. Eine Fülle verschiedenster Daseinsformen bevölkert jeden Winkel des blauen Planeten. Von ewiger Nacht unter dem gewaltigen Druck der Tiefsee bis in die hoch verdünnte Luft über den größten Bergen wimmelt und wallt es. Lebenstüchtige Wesen trotzen Wüstenhitze und Dürre ebenso wie Schneesturm und klirrendem Frost am Südpol.

Sogar auf Lava speienden Schlünden am Grund der Weltmeere haben Naturforscher Leben gefunden. Höchst sonderbare Mikroben siedeln in kochendem Wasser und ernähren sich von Schwefelsäure. Die ausgefallenen Wesen werden Archäen genannt. Sie bilden einen vormals unbekannten Sproß am Baum der Natur.

Kleinstgetier von ebenso urigem Schlag haust im Kühlwasser von Kernmeilern. Ihm scheint die Strahlung zu behagen, die für Menschen tödlich wäre. Ein unverwüstliches Geschlecht von Kerosin-Fressern hat sich in den Treibstofftanks von Verkehrsflugzeugen eingenistet. Allein die Dämpfe ihrer Lieblingsspeise wären für die übrige Tierwelt Gift.

Die Eroberung derart entlegener Nischen zeigt: Offenbar gedeihen Daseinsformen überall, wo es die Umstände nur irgendwie erlauben. Weder Kälte, Hitze, Druck noch Strahlung können ihr Fortkommen in Flüssigkeiten entscheidend beschränken.

Wasser rinnt sogar dort, wo man es lange nicht erwartet hatte. Rollende Roboter haben auf dem Mars Hinweise gefunden, dass einst Bäche, Flüsse, Seen und Meere den roten Nachbarplaneten bedeckten. Raumsonden spürten das fruchtbringende Nass auf Monden der Riesenplaneten Jupiter und Saturn auf. Damit haben sich die Anzeichen zur Gewissheit verdichtet, dass es auf erdähnlichen Planeten ebenfalls blüht, kreucht und fleucht. Der britische Astrobiologe David Darling folgerte bündig: "Überall ist Leben."

In seinem Buch die "Neue Außenseiterwissenschaft von der Astrobiologie" verkündete Darling einen "lang erwarteten Durchbruch". Der Forscher stellte fest:  

Im Verlauf des letzten Jahrzehnts ist etwas Ungewöhnliches geschehen. Ohne Fanfarenstöße haben Wissenschaftler weltweit Einigkeit über eine der weitreichendsten Fragen erzielt, die sich jemals der menschliche Geist gestellt hat:

Sind wir allein im All?

Nein!

Fast über jeden Zweifel hinaus tritt es auch anderswo auf. Zumindest in mikrobiologischer Gestalt ist es allgemein verbreitet. Wahrscheinlich werden wir sehr bald unstreitige Beweise dafür finden.

David Darling

Präastronautik: War schon jemand da?

Darlings Fach, die Astrobiologie, ist eine neuere Lehre. Sie verbindet die Ergebnisse der Astronomie, die den Aufbau des Weltraums erforscht, mit den Befunden der Biologie, der Kunde von den Pflanzen und Tieren einschließlich der Menschen.

Allem Lebendigen wohnt der Drang inne, sich zu vermehren und auszubreiten. Der Weltraum bietet die denkbar größte Möglichkeit zur Entfaltung. Das dürfte der tiefere Grund sein, weswegen Menschen Raumfahrt betreiben. Ebenso werden Bewohner fremder Welten nach anderen Sternen streben.

Die Mondfahrten haben bewiesen, dass Lebewesen fähig sind, ihre Welt zu verlassen und zu anderen Himmelskörper zu gelangen. Auch der Mars wird über kurz oder lang Besuch von der Erde bekommen. Planeten der nächsten fremden Sonne Toliman oder Proxima Centauri bilden mit vier Lichtjahren wohl ein erheblich ferneres aber kein grundsätzlich verschiedenes Ziel. Ebenso gut könnte von dort schon jemand aufgebrochen sein, um das Sonnen-System zu erkunden.

Apollo 11

Vier Lichtjahre mögen beim derzeitigen Stand der Technik eine unüberwindliche Kluft darstellen. Doch den Schwindel erregenden Abgründen des Universums stehen ebenso eindrucksvolle Zeiträume gegenüber. Das Alter des für uns sichtbaren Teils des Alls wird auf rund vierzehn Milliarden Jahre geschätzt. Viele der roten Zwergsonnen mit lebensfreundlichen Begleitern sind erheblich älter als das Taggestirn, das die Menschen bescheint. Dabei geht es nicht um ein paar Jahrhunderte, sondern um Jahrmillionen.

Bewohner dortiger Welten hätten also viel Zeit gehabt, eine weiter reichende Raumfahrt zu entwickeln. Die irdische zählt gerade einmal siebzig Jahre, wenn man bis zum Bau erster einsatzfähiger Großraketen in Peenemünde zurückgeht. Mit Generationen-Schiffen lassen sich auch astronomische Abstände überbrücken. Im Kälte-Tiefschlaf könnte man Jahrzehnte oder Jahrhunderte lang reisen.

Sendboten reiferer Zivilisationen hätten also reichlich Gelegenheit gehabt die Erde schon zu besuchen, bevor es Menschen gab. Das ist der Leitgedanke der Präastronautik, der Astronautik in der Prähistorie, der Kunde von der Raumfahrt in der Vor- und Frühgeschichte. Wiewohl manchmal als Scheinwissenschaft gering geachtet steht ihr kein bekanntes Naturgesetz mehr entgegen.

Vertreter dieser Lehre verweisen auf Funde wie den Aluminium-Keil von Aiud im rumänischen Siebenbürgen. Das Stück stammt offenbar aus vorgeschichtlicher Zeit. Doch die Gewinnung von Aluminium in der dort vorliegenden Reinheit ist erst in jüngerer Vergangenheit mit Hilfe von elektrischem Strom aus Bauxit gelungen.

Ebenso rätselhaft ist die Herkunft des Mechanismus von Antikythera. Es handelt sich um ein Uhrwerk aus Zahnrädern, das unter anderem ein Ausgleichs-Getriebe enthält. Vermutlich diente das Gerät dazu, die Bewegungen der Gestirne voraus zu bestimmen. Die Anfänge dieser Technik stammen frühestens aus dem vierzehnten Jahrhundert. Der Mechanismus wurde jedoch im Wrack eines Schiffs entdeckt, das in vorchristlicher Zeit in der Nähe der griechischen Stadt Antikythera gesunken ist.


Die Super Erde HD 855 12 b
Künstlerische Darstellung der Super Erde HD 855 12 b - Das neueste aus der Exoplaneten - Forschung:

 

Neue Erkenntnisse über die Möglichkeit außerirdischer Zivilisationen:

Wie das Team um Professor Adam Frank von der University of Rochester und Woodruff Sullivan von der University of Washington aktuell im Fachjournal „Astrobiology“ (DOI: 10.1089/ast.2015.1418) berichtet, berücksichtigt die neue Schätzung die neusten Daten der jüngsten Entdeckungen und Beobachtungen von Exoplaneten – also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

„Die Antwort auf die Frage, ob es neben uns auch noch andere, technologisch entwickelte Zivilisationen im Universum gibt, war bislang von drei großen Unsicherheiten in der Drake-Gleichung beeinträchtigt“, erläutert Frank und führt weiter aus: „Zwar wissen wir schon vergleichsweise lange, wie viele Sterne es grundsätzlich gibt. Wir wussten lange Zeit aber nicht, wie viele dieser Sterne Planeten besitzen, die ihren Stern innerhalb dessen habitabler – also nach irdischen Standards lebensfreundlicher – Zone umkreisen. Ebenso wenig wissen wir, wie oft sich einfaches Leben zu Intelligenz entwickelt und wie lange entwickelte Zivilisationen bestehen, bevor sie vergehen. (…) Dank der Daten des Kepler-Weltraumteleskops und anderer Missionen wissen wir nun aber zumindest grob einzuschätzen, dass etwa jeder fünfte Stern von Planeten innerhalb der habitablen Zone umkreist wird. Eine der drei großen Ungewissheiten haben wir mittlerweile also eliminiert.

Da bislang aber noch keine Werte zur Beantwortung der Frage vorliegen, wie lange (technologisch) entwickelte Zivilisationen bestehen – und uns hierbei auch nicht die Kenntnis darüber weiterhilft, dass wir Menschen seit etwa 10.000 Jahren Techniken und Technologien entwickeln – haben die Forscher die Frage umgedreht: „Statt zu Fragen, wie viele Zivilisationen wohlmöglich im Universum existieren, fragen wir nun, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass wir (die Menschheit) die einzige jemals entstandene Zivilisation im Universum sein könnten“, so Sullivan.

Dieser verschobene Fokus eliminiert die Ungewissheit über die Lebensspanne von Zivilisationen und erlaubt es den Forschern die Frage zu stellen, wie oft sich in der Geschichte des Universums Leben zu einer höheren Zivilisation entwickelt hat? Einen ähnlichen Kunstgriff haben die Wissenschaftler auch angesichts der Frage nach der Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von intelligentem Leben auf lebensfreundlichen Planeten angewandt.

Statt also diese Wahrscheinlichkeit zu schätzen, haben Sullivan und Frank die Wahrscheinlichkeit gegen die Entstehung von Intelligenz berechnet – also für das Szenario, dass wir Menschen die einzige technologisch entwickelte Zivilisation im bisherigen und gesamten beobachtbaren Universum sein könnten.

„Wir können also zwar nicht sagen, wie wahrscheinlich es ist, dass intelligente und technologisch entwickelte Spezies auf einem lebensfreundlichen Planeten entstehen“, erläutert Frank, „aber wie können ziemlich genau sagen, wie gering die Wahrscheinlichkeit dafür ist, dass wir von jeher die einzige Zivilisation im Universum waren und sind. Wir nennen das die ‚Pessimismus-Grenze‘: Wenn die Wahrscheinlichkeit über dieser Grenze liegt, dann kann getrost davon ausgegangen werden, dass es schon vor uns technologische Zivilisationen gegeben hat.“ 

Die Wahrscheinlichkeit, dass es vor uns noch nie eine Zivilisation im Universum gab, sei demnach nur dann gegeben, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sich auf einem bestimmten lebensfreundlichen Planeten eine Zivilisation entwickelt haben kann, unterhalb 1 zu einer Milliarde Billionen (10 hoch 22) liegt.

„Und das ist schon unglaublich niedrig“, erläutert Frank. „Für mich zeigt dies, dass sich mit großer Wahrscheinlichkeit schon vor uns intelligente Zivilisationen im Universum entwickelt haben.“

Vor den Ergebnissen der neuen Berechnungen, galt schon die Annahme des Wahrscheinlichkeitswertes für die Entstehung einer außerirdischen Zivilisation von 1 zu einer Billion als mathematisch pessimistisch. „Doch selbst diese Schätzung der Wahrscheinlichkeit (von 1 zu einer Billion) legte nahe, dass sich die Entstehung von Intelligenz wie auf der Erde tatsächlich zuvor schon mehr als 10 Milliarden mal in der kosmischen Geschichte ereignet hat.“

Sinken die Maßstäbe, so werden natürlich auch die Werte weniger extrem: Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich innerhalb unserer Milchstraße intelligentes Leben entwickelt ist dann gegeben, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sich auf einem bestimmten Planeten intelligentes Leben entwickelt hat, bei mehr als 1 zu 60 Milliarden liegt.

Während diese Werte zunächst hoffnungsvoll klingen, verweisen die Autoren der Studie aber auch auf den Umstand, dass das Ziel der Drake-Gleichung auch die Berechnung der Wahrscheinlichkeit beinhaltet, dass andere technologisch entwickelte Zivilisationen auch zu unseren Lebzeiten existieren:

„Das Universum ist mehr als 13 Milliarden Jahre alt“, kommentiert Sullivan hierzu. „Das bedeutet, dass selbst wenn es rund 1.000 Zivilisationen in unserer eigenen Galaxie geben sollte, diese aber nur in etwa so lange existieren, wie es die menschliche Zivilisation bislang gibt (ca. 10.000 Jahre), wahrscheinlich keine dieser Zivilisationen heute noch existiert – und andere werden erst sehr viel später nach uns entstehen.“

Die Chance, dass wir also eine „zeitgenössische“ fremde und technologisch aktive Zivilisation finden, sei also gering. Es sei denn Zivilisationen währen wesentlich länger als unsere bisherige.

„Aufgrund der unvorstellbaren Distanzen zwischen den Sternen und der festen Geschwindigkeit des Lichts, werden wir vermutlich nie eine direkte Konversation mit einer anderen Zivilisation führen können“, glaubt Frank.

Doch selbst für den Fall, dass es tatsächlich keine anderen Zivilisationen in unserer Galaxie geben sollte, mit denen wir kommunizieren könnten, besitzen die neuen Ergebnisse grundlegende wissenschaftliche und philosophische Bedeutungen: „Auf die grundlegende Frage, ob jemals vor uns irgendwo eine technologische Zivilisation entstanden ist, weist unser Ergebnis eine relativ klare Antwort aus: Es ist erstaunlich wahrscheinlich, dass die Erde und unsere Zeit darauf nicht der einzige Ort war und ist, an dem eine fortgeschrittene Zivilisation entstanden ist.“

Neben den statistischen Aussagen, die in dem Studienergebnis liegen, sehen Frank und Sullivan aber auch eine praktische Anwendung für diese. „Im Angesicht der Klimakrise, kann man sich die Frage stellen, ob auch andere Zivilisationen auf anderen Planeten an eine vergleichbare Grenze gekommen sind und es dennoch auf die andere Seite geschafft haben“, so Frank. „Wir wissen schließlich gar nicht, ob es hochtechnologisierten Zivilisationen überhaupt möglich ist, mehr als einige Jahrhunderte zu überdauern.“ Mit Hilfe der neuen Ergebnisse können Wissenschaftler nun damit beginnen, die Interaktion von energieintensiven Zivilisationen mit ihren Heimatwelten zu simulieren, da sie nun wissen, dass es im Universum wahrscheinlich schon eine nicht geringe Anzahl an Zivilisationen gegeben haben sollte.

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass unsere biologische und kulturelle Evolution wahrscheinlich nicht einzigartig ist, und sich vor uns wahrscheinlich schon viele Male ereignet hat“, so die Forscher abschließend. „Die anderen Fälle beinhalten wahrscheinlich auch sehr energieintensive Zivilisationen, die immer dann mit planetaren Krisen konfrontiert waren, als ihre Zivilisationen anwuchsen. Jetzt können wir also damit beginnen, anhand von Simulationen eine Vorstellung davon zu gewinnen, was zu langlebigen Zivilisationen führt und was nicht.“